Leasing ABC

Hier finden Sie alle gängigen Begriffe des Leasings, der Leasingübernahme und deren Erklärungen.

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E-H
I-L
M-P
Q-T
U-Z

Abbuchung

Abhandenkommen

Ablehnung

Abschreibungszeit

AfA - Satz

AfA – Zeit

Aktivierung

Amortisation

Andienungsrecht

Anschlussfinanzierung

Anschluss-Leasingvertrag

Anzahlung

Auflösung eines Leasingvertrages

Auslaufende Leasingverträge (Vertragsauslauf)

Barwert

Betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer

Bilanzneutralität

Bonitätsprüfung



Abbuchung

Üblicherweise wird mit dem Leasingnehmer vereinbart, die monatlichen Leasingraten im Voraus vom Bankkonto des Leasingnehmers abzubuchen. Gesonderte monatliche Rechnungen gibt es dafür nicht.



Abhandenkommen

Grundsätzlich trägt der Leasing-Nehmer das Risiko des Abhandenkommens des Leasing-Objektes und ist durchweg vertraglich verpflichtet, die Objekte entsprechend zu versichern. Gegebenenfalls versichert der Leasing-Geber dieses Risiko auf Rechnung des Leasing-Nehmers selbst. Der Leasing-Geber erhält dann einen Sicherungsschein der Versicherungsgesellschaft.



Ablehnung

Die Ablehnung von Leasing-Anträgen erfolgt fast ausschließlich aufgrund mangelnder Kundenbonität.



Abschreibungszeit

Investitionsgüter des Anlagevermögens unterliegen der technischen, wirtschaftlichen und zeitlich bedingten Abnutzung. Sie können somit nur für eine bestimmte Dauer genutzt werden. Die darauf aufbauenden Abschreibungszeiten sind in den amtlichen AfA-Tabellen "Absetzung für Abnutzung" festgelegt. Bei diesen AfA-Tabellen ist bei der Festlegung der Nutzungsdauer die technische und wirtschaftliche Abnutzung berücksichtigt worden, die sich im Durchschnitt bei einem unter üblichen Bedingungen in einer Schicht arbeitenden Betrieb nach dem gegenwärtigen Stand der technischen und wirtschaftlichen Verhältnisse ergibt. Diese Tabellen werden grundsätzlich als Berechnungsbasis für Vertragslaufzeiten und AfA-Zeiten in der Leasingbranche verwandt.



AfA - Satz

Der Prozentsatz der Abschreibung, der sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer in Jahren richtet. Es ist damit derjenige Prozentsatz pro Jahr, mit dem das Wirtschaftsgut im Anschaffungsjahr und den Folgejahren gewinnmindernd abgeschrieben wird.



AfA – Zeit

Diese ist meist, soweit keine Sondergenehmigung seitens des Betriebsstättenfinanzamtes erteilt wurde, identisch mit der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, die als Erfahrungswert verschiedener Wirtschaftszweige ermittelt und in den amtlichen AfA-Tabellen veröffentlicht wird.



Aktivierung

Nach den Standardverträgen der Leasing-Gesellschaften wird das Leasing-Objekt wirtschaftlich, rechtlich und steuerlich dem Leasinggeber zugerechnet, der es aktiviert und nach den steuerlichen Richtlinien abschreibt. Eine Aktivierung beim Leasingnehmer erfolgt somit nicht.



Amortisation

Hierunter versteht man die planmäßige Tilgung der Verbindlichkeit, d.h. die gesamte Tilgung von Anschaffungswert und sonstige Kosten einschließlich der Finanzierungskosten, auch Vollamortisation genannt. Wird während der Laufzeit eines Leasingvertrages nur eine teilweise Amortisation erreicht, spricht man von einem Teilamortisationsvertrag. Bei solchen Verträgen wird seitens des Leasinggebers eine Vollamortisation erst nach Rückgabe des Leasingobjektes durch die Veräußerung (Verwertung) an Dritte erreicht.



Andienungsrecht

Ist in dem Vertrag ein Andienungsrecht vorgesehen, hat die Leasinggesellschaft hat das Recht, das Objekt am Ende des Vertrages dem Kunden zum Restwert "anzudienen". In diesem Fall ist der Kunde verpflichtet, das Objekt zum Restwert käuflich zu erwerben. Der Kunde hat aber umgekehrt keinerlei Recht am Erwerb des Objektes zu Vertragsende. Der Leasingnehmer ist nämlich völlig frei an wen er verkauft bzw. verwertet.



Anschlussfinanzierung

Die Anschlussfinanzierung gibt dem Leasingnehmer die Möglichkeit, den Restwert, zu dem er das Fahrzeug nach Vertagende übernehmen möchte, mittels einer Finanzierung in Raten abzuzahlen.



Anschluss-Leasingvertrag

Sowohl bei Ablauf von Vollamortisations-Verträgen, als auch am Ende von Teilamortisations-Verträgen ist der Abschluss von Verlängerungs-Leasing-Verträgen bzw. Anschlussverträgen durchaus üblich. Leasingnehmer nutzen diese Möglichkeit, um bestimmte Engpässe zu überbrücken, aber auch - günstige Leasingraten vorausgesetzt- ihre Leasingzahlungen zu reduzieren. Wertmäßige Basis für den Anschlussvertrag ist bei Teilamortisationsverträgen mindestens der noch nicht amortisierte Restwert und bei Vollamortisationsverträgen der Restbuchwert oder der niedrigere gemeine Wert (Marktwert). Für den Verlängerungszeitraum gilt zunächst die restliche AfA-Zeit als Obergrenze, ggf. aber auch die gewünschte zusätzliche Nutzungsdauer.



Anzahlung

Es handelt sich hierbei um die einmalig zu leistende Zahlung zu Beginn eines Leasingvertrages. Mittels der Anzahlung bestimmt man auch die Höhe der zukünftig zu zahlenden monatlichen Leasingraten. Je höher, desto niedriger fallen die monatlichen Raten aus.



Auflösung eines Leasingvertrages

Grundsätzlich ist ein Leasingvertrag während der Grundleasingzeit unkündbar. Dies begründet sich schon aus dem Leasingerlass. Bei berechtigten und wirtschaftlich begründeten Fällen kann ein Leasingvertrag auch mit steuerlicher Anerkennung vor Ablauf dieser Frist aufgelöst werden (z.B. bei Diebstahl oder Totalschaden). In solchen Fällen erfragt der Leasingnehmer beim Leasinggeber die noch offene Restforderung der vereinbarten Leasingentgelte (ggf. zuzüglich eines kalkulierten Restwertes und möglicher Gebühren) unter Berücksichtigung der ersparten Zinsen. Durch Zahlung dieses offenen Betrages löst der Leasingnehmer den Vertag vorzeitig ab. Damit jedoch die bereits gezahlten Leasingraten als Betriebsausgaben steuerliche Anerkennung finden und nicht nachträglich verloren gehen, müssen die triftigen Gründe für die vorzeitige Auflösung gegenüber dem Finanzamt nachgewiesen werden.



Auslaufende Leasingverträge (Vertragsauslauf)

In der Regel informiert die Leasinggesellschaft den Leasingnehmer zeitig über das bevorstehenden Vertragsende.



Barwert

Das ist die abgezinste Summe aller Leasing-Raten zzgl. eines eventuellen Restwertes.



Betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer

Derjenige Zeitraum, über den jedes Wirtschaftsgut üblicherweise im Betrieb wirtschaftlich oder technisch abgenutzt wird.



Bilanzneutralität

Steuerrechtlich einwandfrei, d.h. entsprechend den Leasingerlassen gestaltete Leasingverträge mit dem Recht der Aktivierung beim Leasinggeber, sind grundsätzlich steuerneutral und erscheinen somit nicht in der Bilanz des Leasingnehmers. Der Leasingnehmer hat lediglich die Leasingaufwendungen in seiner Gewinn- und Verlustrechnung als Betriebsausgaben zu verbuchen.



Bonitätsprüfung

Der Leasinggeber überprüft vor Unterzeichnung des Leasingvertrages den zukünftigen Leasingnehmer auf seine Zahlungsfähigkeit.